Website erstellen lassen: Was kostet ein Webdesigner in Österreich?

Eine Website (oder Homepage, Webseite, Internetseite, gemeint ist dasselbe) erstellen zu lassen kostet in Österreich bei einem Onepager meist 800 bis 2.500 € netto, eine kleine Firmenwebsite mit 5 bis 10 Seiten und CMS wie WordPress 1.500 bis 5.000 €. Dazu kommen laufend meist rund 300 bis 1.200 € im Jahr für Domain, Hosting und Wartung. Alles Richtwerte aus Preisangaben österreichischer Anbieter. Entscheidend für den Preis sind Seitenanzahl, eigenes Design, Funktionen wie Buchung oder Shop und ob Texte und Fotos schon fertig sind. Wer wenig Zeit hat, gibt Texte und Fotos kurz ab und lässt den Rest machen, siehe unten.
| Leistung | Preis | Einheit |
|---|---|---|
| Onepager (eine Seite, Kontaktformular, mobil optimiert) | 800–2.500 € | einmalig |
| KMU-Website, 5 bis 10 Seiten, mit CMS (meist WordPress) | 1.500–5.000 € | einmalig |
| Größere Website, 10 bis 20 Seiten, eigenes Design | 3.000–10.000 € | einmalig |
| Webshop (z. B. WooCommerce) | 4.000–20.000 € und mehr | einmalig |
| Stundensatz Webdesign und Änderungen | 80–150 € | pro Stunde |
| Domain .at | 10–30 € | pro Jahr |
| Hosting (Webspace bis Managed WordPress) | 60–600 € | pro Jahr |
| Wartung: Updates, Backups, Sicherheit | 200–900 € | pro Jahr |
Wovon der Preis abhängt
Die Spanne ist groß, weil hinter dem Wort Website sehr Verschiedenes steckt. Ein Onepager mit Leistungen, Öffnungszeiten und Kontaktformular ist in wenigen Tagen fertig. Eine Firmenwebsite mit eigenem Design, zehn Unterseiten, Referenzen, Blog und Terminbuchung braucht Wochen.
Die größten Preistreiber sind: Anzahl der Seiten, Vorlage oder eigenes Design, Funktionen (Buchung, Mehrsprachigkeit, Mitgliederbereich, Shop), Texte und Fotos vom Anbieter und Suchmaschinenoptimierung über die Grundeinstellungen hinaus. Herold nennt als Richtwerte etwa 1.900 € für einen Friseursalon mit 5 Seiten und Terminbuchung und rund 2.700 € für einen Installateur mit 10 Seiten, Galerie und Anfrageformular.
- Freelancer: meist günstiger, ein fester Ansprechpartner, bei Ausfall oft keine Vertretung.
- Agentur: Design, Technik, Texte und SEO aus einer Hand, dafür Stundensätze eher am oberen Ende. Für klassische Wiener Agenturen nennt DonauBit 120 bis 180 € pro Stunde.
- Paketpreise: Manche Anbieter haben Fixpakete, linomedia etwa ab 1.490 € für eine kompakte WordPress-Seite. Prüf genau, wie viele Seiten und Korrekturschleifen drin sind.
Homepage, Webseite, Internetseite: ist das dasselbe?
Im Alltag ja. Homepage, Webseite, Internetseite, Firmenwebsite und Online-Auftritt meinen meist dasselbe: Seiten, die dein Unternehmen im Netz zeigen. Für die Preise spielt der Begriff keine Rolle. Wichtig ist, was drinsteht: Wie viele Seiten, welche Funktionen, wer liefert Texte und Fotos.
Egal ob du Homepage, Webseite oder Website erstellen, machen, bauen oder einrichten lassen willst: Die Richtpreise oben gelten für alle diese Begriffe.
Website günstig erstellen lassen: wo du sparen kannst
Günstig heißt nicht, bei der Qualität zu sparen, sondern am richtigen Ende. Die billigste Variante ist ein Baukasten. Laut web-austria (Stand März 2026) kostet er etwa 0 bis 600 € netto im Jahr, der Herold Website Builder nennt Pakete ab 8,90 € im Monat. Dafür ist die Gestaltung eingeschränkt, und du baust selbst, das kostet Zeit. Mehr dazu im Vergleich Agentur, Freelancer, Baukasten.
Beim Webdesigner sparst du vor allem mit klarem Auftrag: wenige Seiten, Vorlage statt komplett eigenem Design, eigene Texte und Fotos. Laut Agentur Perner liegt ein Onepager bei einer Agentur bei etwa 800 bis 1.800 € netto. Ein Fixpreis im Angebot schützt dich vor Stundenabrechnungen ohne Deckel.
Website machen lassen ohne Zeitaufwand
Viele wollen die Seite einfach erledigt haben, ohne sich in Technik einzuarbeiten. Das geht, kostet aber Geld und verlangt von dir trotzdem ein paar Stunden am Anfang. Texte und Fotos zu liefern bleibt in der Regel bei dir, außer du buchst sie dazu. Ein Anbieter, der alles aus einer Hand macht, ist eher bei Agenturen zu finden.
- 1
Kurzbeschreibung schreiben
Was machst du, für wen, in welcher Region, welche Seiten brauchst du, welche Beispielseiten gefallen dir. Eine halbe Seite reicht.
- 2
Material sammeln
Logo, ein paar Fotos von dir und deiner Arbeit, Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Preise oder Leistungen als Stichworte.
- 3
Angebote mit Fixpreis holen
Mit Seitenliste, Wartung, Einschulung und Zeitplan. Danach genügen meist ein Startgespräch und die Abnahme.
- 4
Abnehmen und Zugänge sichern
Zugangsdaten für Domain, Hosting und CMS gehören dir. Lass dir alles schriftlich übergeben.
Laufende Kosten: Domain, Hosting, Wartung
Mit der Fertigstellung ist es nicht vorbei. Eine .at-Domain kostet laut web-austria und Die Marketing Nerds je nach Registrar meist rund 10 bis 30 € im Jahr. Hosting liegt laut web-austria bei etwa 60 bis 600 € im Jahr, also von einfachem Webspace um 5 € im Monat bis zu Managed-WordPress-Hosting um 40 € im Monat und mehr.
Ein CMS wie WordPress braucht regelmäßig Updates für System, Theme und Plugins, sonst kann die Seite angreifbar werden. Wartungsverträge mancher österreichischer Anbieter beginnen bei etwa 39 bis 40 € netto im Monat (linomedia, Marketing Platzhirsch). In den Kostenübersichten von Agentur Perner und Die Marketing Nerds liegen Wartung und Updates meist bei 200 bis 900 € im Jahr, bei Agenturen mit mehr Service auch darüber. Als Faustregel rechnet web-austria mit 10 bis 20 % der Erstellungskosten pro Jahr für die Pflege.
Was in ein gutes Angebot gehört
Ein seriöses Angebot beschreibt, was du bekommst, nicht nur einen Gesamtpreis. Bei größeren Projekten hilft ein kurzes Pflichtenheft: eine Liste der Seiten, Funktionen und Inhalte, auf die sich beide Seiten einigen. Dann lassen sich Angebote vergleichen und spätere Mehrkosten sind leichter abzugrenzen.
- Seitenliste und Funktionen, Anzahl der Korrekturrunden
- Wer liefert Texte, Fotos und Logo, und was kosten diese Leistungen extra
- Nutzungsrechte an Design, Texten und Bildern, schriftlich
- Wer hostet, wer hat die Zugangsdaten zu Hosting, Domain und CMS
- Einschulung ins CMS, damit du Texte und Bilder selbst ändern kannst
- Wartung: was sie umfasst, was sie kostet, wie sie kündbar ist
- Datenschutz: Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung mit dem Hoster
- Zeitplan und Zahlungsplan, z. B. Anzahlung und Rest bei Abnahme
Rechte an Texten, Bildern und Design
Nach österreichischem Urheberrecht bleibt das Urheberrecht grundsätzlich beim Urheber, also beim Webdesigner, Texter oder Fotografen. Du bekommst Nutzungsrechte: laut § 24 UrhG eine Werknutzungsbewilligung (du darfst es nutzen, andere unter Umständen auch) oder ein Werknutzungsrecht (exklusiv). Die WKO weist darauf hin, dass für fremde Inhalte wie Fotos grundsätzlich die Nutzungsrechte erworben werden müssen.
Kläre im Angebot, ob du das Design später von einem anderen Anbieter weiterbearbeiten lassen darfst, ob Stockfotos für deine Website lizenziert sind und ob die Rechte zeitlich oder auf bestimmte Medien beschränkt sind.
Datenschutz und Pflichtangaben
Laut WKO gelten die Informationspflichten nach § 5 E-Commerce-Gesetz für alle unternehmerisch betriebenen Websites, die Offenlegung nach § 25 Mediengesetz für alle Websites. Eine Firmenwebsite braucht also in der Regel ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Sobald Kontaktformular, Analyse-Tools, eingebundene Google-Karten oder Schriftarten von Drittanbietern dabei sind, betrifft das die DSGVO und oft auch die Frage nach einem Cookie-Banner.
Laut WKO ist ein externer Dienstleister, der Daten für dich speichert, etwa beim Hosting, in der Regel ein Auftragsverarbeiter. Mit ihm brauchst du dann eine schriftliche Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO, elektronisch geht auch. Viele Hoster stellen sie im Kundenbereich bereit. Rechtstexte selbst schreibt der Webdesigner in der Regel nicht verbindlich, frag nach, ob er einen Generator einbindet oder du sie von einem Juristen brauchst.
Angebote einholen und vergleichen
Hol mindestens drei Angebote ein und gib allen dieselbe Beschreibung: Branche, gewünschte Seiten, Funktionen, vorhandene Texte und Fotos, Beispielseiten, die dir gefallen, Budgetrahmen und Termin. Schau dir bei jedem Anbieter zwei, drei Referenzseiten auf dem Handy an und frag die Kunden, ob sie Änderungen selbst machen können.
Wer keinen Webdesigner kennt, kann den Auftrag einmal beschreiben und mehrere Angebote von Anbietern bekommen, die gerade Zeit dafür haben.
Häufige Fragen
›Was kostet eine einfache Website für ein EPU?
Ein Onepager kostet beim Profi in Österreich laut den Kostenübersichten meist 800 bis 2.500 € netto, eine kleine Seite mit mehreren Unterseiten eher 1.500 € und mehr. Dazu kommen laut Agentur Perner rund 100 bis 300 € im Jahr für Domain und Hosting und, wenn gewünscht, ein Wartungsvertrag.
›Was kostet es, eine Homepage erstellen zu lassen?
Für einen Onepager meist 800 bis 2.500 € netto, für eine Firmenhomepage mit 5 bis 10 Seiten und CMS 1.500 bis 5.000 €, laut den veröffentlichten Preisangaben österreichischer Anbieter. Dazu kommen laufend Domain, Hosting und Wartung.
›Wie viel kostet eine Website vom Freelancer?
Web-austria nennt für Freelancer-Projekte eine Spanne von etwa 1.500 bis 15.000 € netto (Stand März 2026), für Agenturen 3.000 bis 60.000 € und mehr. Die Spanne ist groß, weil Umfang und Erfahrung stark schwanken. Einen genauen Preis nennt nur ein Angebot für dein Projekt.
›Wo kann ich eine Website ohne Zeitaufwand machen lassen?
Bei Webdesignern und Agenturen, die Konzept, Design und Technik übernehmen. Du lieferst Texte und Fotos (oder buchst sie dazu) und nimmst die Seite ab. Hol Angebote mit Fixpreis und Seitenliste ein, damit du nicht laufend nachfassen musst.
›Was kostet eine Website in Wien?
Die Preisübersichten, die wir gesehen haben, nennen meist österreichweite Spannen, keine eigenen Wiener Preise. DonauBit nennt für klassische Wiener Agenturen 120 bis 180 € pro Stunde. Webdesign läuft meist online, du kannst also auch Anbieter aus anderen Bundesländern vergleichen.
›Ist ein Baukasten oder ein Webdesigner besser?
Für einen einfachen Auftritt mit wenigen Seiten reicht ein Baukasten oft, wenn du Zeit hast. Bei eigenem Design, Buchung, Shop oder Suchmaschinen-Konkurrenz lohnt sich eher ein Profi. Die Details stehen im Vergleich Agentur, Freelancer, Baukasten.
›Sind die Preise netto oder brutto?
Die meisten veröffentlichten Webdesign-Preise sind Nettopreise, darauf kommen in der Regel 20 % USt. Kleinunternehmer sind laut usp.gv.at unecht von der USt befreit und verrechnen meist keine USt, außer sie haben auf die Befreiung verzichtet. Frag im Zweifel nach dem Endpreis.
›Brauche ich einen Wartungsvertrag?
Bei WordPress und anderen CMS ist es meist sinnvoll, außer du machst Updates und Backups zuverlässig selbst. Ohne Updates können Plugins und System angreifbar werden. Wartung kostet laut österreichischen Kostenübersichten meist 200 bis 900 € im Jahr.
›Wem gehört die Website?
Das Urheberrecht bleibt in Österreich grundsätzlich beim Ersteller, du erhältst Nutzungsrechte. Lass dir im Vertrag schriftlich zusichern, dass du Design, Texte und Bilder dauerhaft nutzen und von anderen weiterbearbeiten lassen darfst, und dass Domain und Hosting auf dich laufen.
›Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
Ein Onepager ist bei fertigen Inhalten oft in 2 bis 4 Wochen machbar, eine Firmenwebsite mit mehreren Seiten dauert laut Anbieterangaben meist 3 bis 8 Wochen. Häufig verzögern fehlende Texte und Fotos das Projekt.
Website lieber machen lassen?
Kennst gerade niemanden, der das kann? Kein Problem: Beschreib einmal, was du brauchst, und wer sich auskennt und Zeit hat, meldet sich mit einem Angebot. Kostenlos, ohne Provision.
„Suche Webdesigner für eine Website für meinen Malerbetrieb (EPU) in Graz: ca. 5 Seiten (Leistungen, Referenzen mit Fotos, Über mich, Kontakt mit Formular), WordPress, mobil optimiert, Einschulung zum selbst Ändern. Texte und Fotos habe ich, Domain noch nicht. Budget ca. 2.000 € netto, fertig bis Ende Jänner.“
Kostenlos jemanden findenQuellen & Stand
Alle Angaben ohne Gewähr: Preise sind unverbindliche Richtwerte, rechtliche Hinweise allgemeine Informationen. Zuletzt geprüft am 22. Oktober 2026. Für deinen Einzelfall frag bei der zuständigen Stelle, einem Anwalt oder Steuerberater nach.
- Herold: Website Kosten in Österreich (Jänner 2026)
- Herold: Website erstellen Preisvergleich
- Agentur Perner: Was kostet eine Website in Österreich 2026
- Die Marketing Nerds: Website Kosten Österreich
- web-austria: Website Kosten Österreich 2026
- linomedia: Preise Webdesign
- DonauBit: Webdesign Kosten Österreich
- Marketing Platzhirsch: Was kostet eine Website in Österreich
- WKO: Urheberrecht auf der Unternehmenswebsite
- WKO: Das korrekte Website-Impressum (ECG, MedienG, DSGVO)
- RIS: § 24 Urheberrechtsgesetz
- USP: Kleinunternehmen (Regelung seit 1. Jänner 2025)
- WKO: DSGVO FAQ für IT-Dienstleister (Auftragsverarbeitung, Hosting)


