Website erstellen: Agentur, Freelancer, Baukasten oder KI?

Für einen einfachen Auftritt reicht oft ein Baukasten, für Individuelles eher ein Freelancer, für Design, Technik und Suchmaschinen aus einer Hand eher eine Agentur. Laut web-austria (Stand März 2026) kostet ein Baukasten etwa 0 bis 600 € netto im Jahr, ein Freelancer-Projekt 1.500 bis 15.000 €, eine Agentur 3.000 bis 60.000 € und mehr. Die Spannen sind groß, entscheidend ist, was du brauchst und wie viel Zeit du selbst investieren willst.
| Leistung | Preis | Einheit |
|---|---|---|
| Baukasten, selbst gebaut | 0–600 € | pro Jahr, netto |
| Onepager bei einer Agentur | 800–1.800 € | einmalig, netto |
| Business-Website, 5 bis 7 Seiten, Agentur | 1.500–6.000 € | einmalig, netto |
| Freelancer-Projekt, je nach Umfang | 1.500–15.000 € | einmalig, netto, eine Quelle |
Welche Variante passt zu dir?
Es gibt keine beste Lösung, nur die passende für deine Lage. Frag dich: Wie viel Zeit habe ich? Wie viele Seiten und welche Funktionen brauche ich? Muss die Seite bei Google gefunden werden? Und wer pflegt sie später?
- Baukasten: schnell und günstig, kaum technische Kenntnisse nötig. Nachteile laut web-austria: begrenzte Gestaltung, Abhängigkeit vom Anbieter, SEO-Grenzen. Passt für Hobby, Verein oder ein EPU mit einfachem Angebot und Zeit zum Selbstbauen.
- Freelancer: laut web-austria meist günstiger als eine Agentur, mit persönlichem Kontakt und flexibel. Nachteile: oft nur ein Schwerpunkt (Design oder Technik), Urlaub und Ausfall. Passt für kleine Betriebe, die eine individuelle Seite wollen und einen festen Ansprechpartner schätzen.
- Agentur: Strategie, Design, Technik und SEO aus einer Hand und laufende Betreuung. Dafür höhere Startkosten, laut web-austria für Einzelunternehmen nicht immer sinnvoll. Passt, wenn mehrere Leistungen und mehr Funktionen nötig sind.
- KI-Baukasten: ein Entwurf in Minuten, aber du prüfst Texte und Inhalte selbst. Details und Grenzen stehen im Ratgeber zu Website mit KI.
Wann lohnt sich was? Drei typische Fälle
Beispiel 1: Ein Hobbyfotograf will Bilder zeigen und gefunden werden, mehr nicht. Ein Baukasten reicht, die Fixkosten bleiben niedrig. Beispiel 2: Eine Friseurin will Leistungen, Preise und Terminbuchung. Ein Freelancer oder ein kleines Paket kann sinnvoll sein, Herold nennt als Richtwert für so einen Fall rund 1.900 €. Beispiel 3: Ein Installationsbetrieb mit 10 Seiten, Galerie und Anfrageformular, Herold nennt rund 2.700 €. Hier lohnt es sich, Angebote von Freelancern und Agenturen zu vergleichen.
Wichtig: Das sind Orientierungswerte aus Preisübersichten, keine Festpreise. Dein Angebot hängt von Umfang, Texten und Fotos ab.
Zeit statt Geld: was der Baukasten wirklich kostet
Ein Baukasten ist billig im Geld, aber nicht in der Zeit. Du schreibst Texte, wählst Bilder, richtest Menü, Kontaktformular und Rechtstexte ein. Herold nennt den Baukasten deshalb auch zeitaufwendig. Plane die Zeit ehrlich ein.
Bei Baukasten und KI-Tools bleiben Impressum und Datenschutzerklärung deine Pflicht. Laut WKO gelten die Informationspflichten nach § 5 E-Commerce-Gesetz für alle unternehmerisch betriebenen Websites. Mehr dazu in der DSGVO-Checkliste für Websites.
Worauf du im Angebot achten solltest
Egal für wen du dich entscheidest: Lass dir die Punkte schriftlich geben. Die Details zu Preis und Inhalt eines guten Angebots stehen im Ratgeber zu Website erstellen lassen. Hier die Punkte, an denen Varianten am häufigsten auseinandergehen.
- Domain: Auf deinen Namen oder deine Firma registriert, nicht auf den Anbieter. Eine .at-Domain kostet laut web-austria und Die Marketing Nerds meist rund 10 bis 30 € im Jahr.
- Hosting: Wo liegt die Seite, was kostet sie im Jahr (laut web-austria etwa 60 bis 600 €), wer hat die Zugangsdaten?
- Impressum und Datenschutzerklärung: Wer erstellt sie, wer hält sie aktuell? Laut WKO braucht eine unternehmerisch betriebene Website in der Regel ein Impressum, und bei Datenverarbeitung durch Dritte kommt die DSGVO ins Spiel.
- Auftragsverarbeitung: Ein Hoster, der Daten für dich speichert, ist laut WKO in der Regel Auftragsverarbeiter. Dann brauchst du eine Vereinbarung nach Art. 28 DSGVO.
- Nutzungsrechte: Laut WKO nutzt, wer ein Website-Design in Auftrag gibt und Fotos verwendet, in der Regel Werke Dritter. Lass dir schriftlich bestätigen, dass du alles online nutzen darfst.
- Wartung und Änderungen: Was ist inklusive, was kostet es, wie kündigst du? Web-austria rechnet mit etwa 10 bis 20 % der Erstellungskosten pro Jahr für laufende Kosten.
So findest du Anbieter, ohne lange zu suchen
Frag zuerst in deinem Netzwerk: Wer hat eine Website, die dir gefällt, und wer hat sie gemacht? Schau dir Referenzseiten am Handy an und frag, ob die Kunden Änderungen selbst machen können.
Wenn du niemanden kennst: Beschreib deinen Auftrag einmal und vergleiche Angebote, am besten von mindestens drei Anbietern mit derselben Beschreibung.
Häufige Fragen
›Website selbst erstellen oder erstellen lassen?
Selbst bauen spart Geld, kostet aber Zeit, und Impressum, Datenschutz und Pflege bleiben bei dir. Erstellen lassen lohnt sich bei eigenem Design, Buchung, Shop oder wenn du keine Zeit hast. Für einen einfachen Auftritt kannst du mit einem Baukasten starten und später wechseln.
›Was ist günstiger: Freelancer oder Agentur?
Laut web-austria sind Freelancer in der Regel günstiger, Agenturen bieten dafür Design, Technik und SEO aus einer Hand. Vergleichbar sind nur Angebote mit gleicher Seitenliste.
›Reicht ein Baukasten für ein EPU?
Für einen einfachen Auftritt mit wenigen Seiten oft ja. Grenzen sind laut web-austria die Gestaltung und die Suchmaschinenoptimierung. Prüf vorab die Kosten im Jahr und ob du die Inhalte mitnehmen kannst.
›Kann KI meine Website bauen?
Sie kann einen Entwurf liefern, Texte und Inhalte musst du aber selbst prüfen. Mehr dazu im Ratgeber zu Website mit KI.
›Brauche ich bei einem Baukasten ein Impressum?
In der Regel ja. Laut WKO gelten die Informationspflichten nach § 5 E-Commerce-Gesetz für alle unternehmerisch betriebenen Websites, unabhängig davon, wie die Seite gebaut wurde.
Website lieber machen lassen?
Kennst gerade niemanden, der das kann? Kein Problem: Beschreib einmal, was du brauchst, und wer sich auskennt und Zeit hat, meldet sich mit einem Angebot. Kostenlos, ohne Provision.
„Suche Webdesigner oder kleine Agentur für die Website meiner Physiotherapie (EPU) in Linz: 5 Seiten, Terminanfrage-Formular, Impressum und Datenschutz inklusive, Einschulung zum selbst Ändern. Texte und Fotos habe ich, Domain nicht. Fixpreis bitte, Budget ca. 2.500 € netto.“
Kostenlos jemanden findenQuellen & Stand
Alle Angaben ohne Gewähr: Preise sind unverbindliche Richtwerte, rechtliche Hinweise allgemeine Informationen. Zuletzt geprüft am 22. Oktober 2026. Für deinen Einzelfall frag bei der zuständigen Stelle, einem Anwalt oder Steuerberater nach.
- web-austria: Website Kosten Österreich 2026
- Herold: Website Kosten in Österreich
- Agentur Perner: Was kostet eine Website in Österreich 2026
- Die Marketing Nerds: Website Kosten Österreich
- WKO: Urheberrecht auf der Unternehmenswebsite
- WKO: Das korrekte Website-Impressum (ECG, MedienG, DSGVO)
- WKO: DSGVO FAQ für IT-Dienstleister (Auftragsverarbeitung, Hosting)


