Handwerkerbonus 2026: Gibt es ihn noch?

Aktualisiert am 16. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit
Mann streicht eine Wand mit dem Farbroller bei einer Wohnungsrenovierung
Foto: Ksenia Chernaya / Pexels

Nein. Laut WKO ist der Handwerkerbonus des Bundes seit 28. Februar 2026 geschlossen, gefördert wurden nur Arbeiten aus 2024 und 2025. Für Handwerkerleistungen ab 2026 gibt es ihn nicht, eine Neuauflage ist auf den offiziellen Seiten bis Mitte Oktober 2026 nicht angekündigt. Für Heizungstausch, Sanierung und Gerätereparaturen gibt es andere Förderungen.

Handwerkerbonus 2024 und 2025: die Eckdaten
LeistungPreisEinheit
Förderhöhe (beide Jahre)20 %der Arbeitskosten ohne USt
Höchstbetrag für Arbeiten aus 20242.000 €pro Person und Wohneinheit
Höchstbetrag für Arbeiten aus 20251.500 €pro Person und Wohneinheit
Mindestförderung50 €bei mind. 250 € Arbeitskosten
Material- und Fahrtkostennicht gefördert
Arbeiten ab 1. Jänner 2026nicht gefördert
Stand 16. Oktober 2026. Laut WKO ist der Handwerkerbonus seit 28. Februar 2026 geschlossen, die Nachreichfrist endete am 30. April 2026. Eckdaten laut BMWET (Februar 2025) und AK Oberösterreich.

Der aktuelle Stand

Die Förderaktion ist beendet. Anträge für Arbeiten aus 2025 konnten bis 28. Februar 2026 gestellt werden, fehlende Unterlagen bis 30. April 2026 nachgereicht werden. Seither sind weder neue Anträge noch Korrekturen möglich.

Der Bonus war als befristete Konjunkturmaßnahme für 2024 und 2025 angelegt, laut Wirtschaftsministerium mit einem Budget von insgesamt höchstens 300 Millionen Euro. Eine Fortsetzung für 2026 ist bis Mitte Oktober 2026 nicht angekündigt. Falls sich das ändert, findest du es zuerst auf den Seiten des Wirtschaftsministeriums (BMWET) und der WKO.

Was der Handwerkerbonus gefördert hat

Laut AK Oberösterreich wurden 20 % der reinen Arbeitskosten ohne USt für Handwerkerleistungen im privat genutzten Wohnbereich in Österreich gefördert, etwa Malerarbeiten, Fliesenlegen, Küchenmontage oder Gartenarbeiten. Die Arbeit musste ein befugter Betrieb erledigen, Material und Fahrtkosten zählten nicht.

Für Arbeiten aus 2024 gab es höchstens 2.000 €, für Arbeiten aus 2025 höchstens 1.500 € pro Person und Wohneinheit. Die Arbeitskosten mussten mindestens 250 € betragen. Antragsberechtigt waren volljährige Privatpersonen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz am Ort der Arbeiten. Abgewickelt hat das laut Wirtschaftsministerium die Buchhaltungsagentur des Bundes (BHAG).

Diese Förderungen gibt es 2026 noch

Für Heizungstausch und thermische Sanierung gibt es die Sanierungsoffensive des Bundes. Laut sanierungsoffensive.gv.at (Stand Oktober 2026) waren die Mittel für 2026 im Juli ausgeschöpft, der Sanierungsbonus für Dämmung und Fenster ist beendet. Für den Kesseltausch in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern ist dort von 2. November bis 31. Dezember 2026 wieder eine Registrierung möglich, Leistungen werden rückwirkend ab 7. Oktober 2026 anerkannt. Für 2027 hat die Regierung laut ORF 500 Millionen Euro angekündigt, Anträge sollen laut Sanierungsoffensive ab 4. Jänner 2027 möglich sein. Bedingungen können sich ändern, prüf vorher die aktuelle Seite.

Für Reparaturen von Elektrogeräten wie Waschmaschine, Laptop oder Kühlschrank gibt es seit 12. Jänner 2026 die Geräte-Retter-Prämie. Laut offizieller Seite (Stand Oktober 2026) übernimmt sie 50 % der Bruttokosten, höchstens 130 € pro Reparatur, und bis zu 30 € für einen Kostenvoranschlag. Smartphones und Handys sind ausgenommen.

Dazu kommen die Wohnbau- und Sanierungsförderungen der Länder. Sie sind meist an bestimmte Maßnahmen gebunden, und die Bedingungen unterscheiden sich je nach Bundesland. Frag bei der Landesregierung, der Energieberatung deines Landes oder am Gemeindeamt. Manche Gemeinden haben eigene Zuschüsse.

Ohne Bonus sparen: so geht es

Bei einer Malerrechnung mit 3.000 € Arbeitskosten hätte der Handwerkerbonus mit 20 % rund 600 € gebracht. Diesen Betrag holst du auch durch gutes Vergleichen herein. Angebote für dieselbe Arbeit können deutlich auseinanderliegen, vor allem bei Anfahrt, Entsorgung und Material.

Hol für größere Arbeiten mindestens drei schriftliche Kostenvoranschläge ein und vergleiche Position für Position. Wenn du nicht selbst herumtelefonieren willst, beschreib den Auftrag einmal auf goconnecta und lass dir Angebote aus der Umgebung schicken.

  • Arbeiten bündeln: Eine Anfahrt für drei kleine Aufträge statt drei Anfahrten.
  • Vorarbeiten selbst machen, wenn du es kannst: Möbel ausräumen, abdecken, Altmaterial entsorgen.
  • Termine außerhalb der Hauptsaison anfragen, Betriebe haben dann eher Zeit.
  • Immer mit Rechnung: Ohne Rechnung bekommst du in der Regel keine Förderung und hast bei Mängeln schlechte Karten.

Häufige Fragen

›Gibt es 2026 einen Handwerkerbonus?

Nein. Der Handwerkerbonus galt für Arbeiten aus 2024 und 2025 und ist laut WKO seit 28. Februar 2026 geschlossen. Eine Neuauflage ist bis Mitte Oktober 2026 nicht angekündigt.

›Kann ich den Handwerkerbonus für 2025 noch beantragen?

Nein. Laut WKO endete die Antragsfrist für Arbeiten aus 2025 am 28. Februar 2026, die Frist für Nachreichungen am 30. April 2026.

›Wie viel hat der Handwerkerbonus gebracht?

Laut AK Oberösterreich 20 % der Arbeitskosten ohne USt, höchstens 2.000 € für Arbeiten aus 2024 und 1.500 € für Arbeiten aus 2025. Material und Fahrtkosten waren nicht förderbar.

›Welche Förderung gibt es stattdessen?

Für Heizungstausch die Sanierungsoffensive des Bundes, für Gerätereparaturen die Geräte-Retter-Prämie, dazu Sanierungsförderungen der Länder und mancher Gemeinden. Eine allgemeine Förderung für Handwerkerarbeiten gibt es derzeit nicht.

›Wird der Handwerkerbonus 2027 wiederkommen?

Das ist offen. Bis Mitte Oktober 2026 gibt es keinen Beschluss. Neuigkeiten veröffentlichen das Wirtschaftsministerium und die WKO.

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Quellen & Stand

Alle Angaben ohne Gewähr: Preise sind unverbindliche Richtwerte, rechtliche Hinweise allgemeine Informationen. Zuletzt geprüft am 16. Oktober 2026. Für deinen Einzelfall frag bei der zuständigen Stelle, einem Anwalt oder Steuerberater nach.

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