Firmen-Weihnachtsfeier: Kosten, Zeitplan und Steuer

Aktualisiert am 16. Oktober 2026 5 Min. Lesezeit
Kolleginnen und Kollegen essen gemeinsam bei einer Weihnachtsfeier im Büro mit Weihnachtsdekoration
Foto: RDNE Stock project / Pexels

Eine Firmen-Weihnachtsfeier kostet im Gasthaus meist 50 bis 80 € pro Person für ein Menü, dazu rund 20 bis 45 € für eine Getränkepauschale. In gehobenen Locations mit Service liegen Pakete oft bei 70 bis 140 € pro Person. Laut § 3 Abs. 1 Z 14 EStG ist der Vorteil aus Betriebsveranstaltungen in der Regel bis 365 € pro Mitarbeiter und Jahr steuerfrei, Sachgeschenke dabei bis 186 €.

Das brauchst du für die Planung

  • Budget pro Person und Gesamtzahl der Eingeladenen
  • Zwei bis drei mögliche Termine, am besten nicht nur Donnerstag oder Freitag
  • Anmeldeliste mit Abfrage von Allergien, vegetarisch oder vegan
  • Angebote mit Menü, Getränkepauschale, Uhrzeit und Raummiete im Vergleich
  • Plan für den Heimweg: Öffis, Taxi oder Shuttle
  • Teilnehmerliste und Rechnung für die Lohnverrechnung
Weihnachtsfeier: Richtpreise pro Person in Österreich
LeistungPreisEinheit
Einfaches Essen im Gasthaus (Bratl, Buffet)30–55 €pro Person
Weihnachtsmenü im Gasthaus, 3 bis 5 Gänge50–80 €pro Person
Getränkepauschale (Bier, Wein, Softdrinks, mit Sekt mehr)20–45 €pro Person
Gehobene Location oder Catering mit Service und Getränken70–140 €pro Person
DJ für eine Firmenfeier300–800 €pauschal
Richtwerte, Stand Oktober 2026, inkl. USt soweit angegeben. Zusammengestellt aus dem Weihnachtsfeier-Angebot 2026 des Biergasthof Riedberg in Ried im Innkreis, der Broschüre Weihnachtsfeiern 2026 des Palais Coburg in Wien, den Preisübersichten von eintollesfest.at (Catering und DJ) und einer Angabe der Wirtschaftskammer Wien im ORF (2023: 50 bis 70 € inkl. Getränke im Schnitt). Regionale Unterschiede sind groß, frag immer nach Bruttopreisen.

Was eine Weihnachtsfeier pro Person kostet

Am günstigsten ist meist der Wirt ums Eck. Ein Gasthof in Ried im Innkreis nennt für die Saison 2026 zum Beispiel 32,80 € für eine Bratlpartie und 59,90 bis 79,90 € für ein Festmenü mit 3 bis 5 Gängen, die Getränkepauschale bis 23 Uhr kostet dort 29,90 € pro Person. Laut Wirtschaftskammer Wien lag der Schnitt in Wien schon 2023 bei 50 bis 70 € pro Person inklusive Getränke.

In einer gehobenen Location steigt der Preis deutlich. Das Palais Coburg in Wien nennt für 2026 ein Buffet ab 90 € und ein 3-Gang-Menü ab 95 € pro Person, ein Punsch-Empfang mit Maroni kostet dort 31 € pro Person und Stunde. Dazu kommt bei manchen Häusern eine Raummiete, die dort ab rund 1.400 € beginnt.

Zeitplan: wann du was erledigst

Beliebte Lokale sind im Dezember früh ausgebucht. Die Wirtschaftskammer Wien hat im ORF geraten, flexibel zu sein, vor allem bei Donnerstag und Freitag. Ein Montag oder Dienstag ist oft leichter zu bekommen, manchmal auch günstiger.

  1. 1

    8 bis 12 Wochen vorher

    Budget pro Person festlegen, Termin wählen, zwei oder drei Angebote einholen und die Location fix buchen.

  2. 2

    6 Wochen vorher

    Einladung verschicken, Anmeldung mit Frist. Gleich Allergien und Ernährungswünsche mit abfragen.

  3. 3

    3 Wochen vorher

    Menü und Getränke fixieren, Programm oder DJ bestätigen, Heimweg planen.

  4. 4

    1 Woche vorher

    Endgültige Personenzahl an das Lokal melden. Bezahlt wird oft die gemeldete Zahl, auch wenn weniger kommen.

  5. 5

    Danach

    Rechnung und Teilnehmerliste an die Lohnverrechnung oder Steuerberatung geben.

Steuer: 365 € frei, Geschenke bis 186 €

Laut § 3 Abs. 1 Z 14 EStG ist der geldwerte Vorteil aus der Teilnahme an Betriebsveranstaltungen wie Weihnachtsfeier oder Betriebsausflug bis 365 € pro Mitarbeiter und Jahr steuerfrei. Sachzuwendungen, die dabei überreicht werden, etwa Gutscheine oder Geschenkmünzen, bleiben zusätzlich bis 186 € pro Jahr frei. Bargeld fällt nicht darunter. In der Sozialversicherung gelten laut § 49 Abs. 3 Z 17 ASVG dieselben Beträge.

Die 365 € gelten für alle Betriebsveranstaltungen im Jahr zusammen. Wer im Sommer schon einen Ausflug gemacht hat, hat für die Weihnachtsfeier nur mehr den Rest. Was darüber liegt, ist in der Regel steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Welche Kosten in den Wert pro Person einzurechnen sind, ist nicht ganz einfach. Laut KPMG hat das Bundesfinanzgericht am 13.11.2024 (RV/7102103/2022) Raummiete, Dekoration und ähnliche allgemeine Kosten nicht dem einzelnen Mitarbeiter zugerechnet, die Sache liegt aber beim VwGH. Für deinen Fall frag deine Steuerberatung oder das Finanzamt.

Gästeliste und Allergene

Lade die ganze Belegschaft ein, nicht nur einzelne Abteilungen. Das ist auch für die Unfallversicherung relevant: Laut OGH-Rechtsprechung (RS0084544) stehen betriebliche Gemeinschaftsveranstaltungen nur unter Versicherungsschutz, wenn sie allen Betriebsangehörigen offenstehen, eine gewisse Mindestbeteiligung haben und vom Betrieb getragen werden. Ob ein Unfall im Einzelfall versichert ist, beurteilt die AUVA.

Wirte und Caterer müssen laut WKO über die 14 Hauptallergene informieren, etwa Gluten, Milch, Ei, Nüsse oder Sellerie. Frag die Wünsche deiner Leute bei der Anmeldung ab und gib dem Lokal eine Liste mit Namen und Allergie. Dann kann die Küche einzelne Teller vorbereiten, statt am Abend zu improvisieren.

Alkohol und Heimweg

Plan den Heimweg mit, bevor der erste Punsch ausgeschenkt wird. Wähl ein Lokal, das gut mit Öffis erreichbar ist, nenn in der Einladung die letzte Verbindung oder organisier ein Sammeltaxi. Alkoholfreie Getränke sollten in der Pauschale genauso selbstverständlich sein wie Wein.

Wenn Lehrlinge dabei sind: Laut oesterreich.gv.at regeln die Bundesländer den Jugendschutz. In der Regel sind Bier und Wein ab 16, Getränke mit gebranntem Alkohol wie Schnaps oder Mischgetränke erst ab 18 erlaubt, in manchen Bundesländern gilt Strengeres. Sag dem Servicepersonal Bescheid, wer unter 18 ist.

Programm und Angebote vergleichen

Ein DJ für eine Firmenfeier kostet laut eintollesfest.at meist 300 bis 800 € für einen Abend, Details stehen im Artikel zu DJ-Kosten. Für kleine Teams reicht oft eine gute Playlist, ein Quiz oder ein Punschstand vor dem Essen. Wenn du kein passendes Lokal hast: Beschreib die Feier einmal mit Datum, Personenzahl und Budget und vergleiche mehrere Angebote von Wirten und Caterern aus der Region.

Häufige Fragen

›Wie viel ist bei der Weihnachtsfeier steuerfrei?

Laut § 3 Abs. 1 Z 14 EStG in der Regel 365 € pro Mitarbeiter und Jahr für alle Betriebsveranstaltungen zusammen, dazu Sachgeschenke bis 186 € pro Jahr. Bargeld ist nicht begünstigt.

›Was kostet eine Weihnachtsfeier pro Person?

Im Gasthaus meist 50 bis 80 € für das Menü plus 20 bis 45 € Getränke. In gehobenen Locations mit Service oft 70 bis 140 € pro Person.

›Wann sollte ich die Weihnachtsfeier buchen?

Am besten 8 bis 12 Wochen vorher, also im September oder Oktober. Donnerstag und Freitag im Dezember sind laut Wirtschaftskammer Wien besonders gefragt.

›Zählt ein Gutschein als Weihnachtsgeschenk zu den 186 €?

Gutscheine gelten in der Regel als Sachzuwendung und fallen damit unter die 186-€-Grenze, Bargeld dagegen nicht. Ob ein bestimmter Gutschein passt, klär im Zweifel mit deiner Steuerberatung.

›Sind Mitarbeiter bei der Weihnachtsfeier unfallversichert?

Laut OGH-Rechtsprechung kann eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung versichert sein, wenn sie allen offensteht und vom Betrieb getragen wird. Im Einzelfall entscheidet die AUVA.

Weihnachtsfeier: Angebote von Wirten und Caterern vergleichen

Kennst gerade niemanden, der das kann? Kein Problem: Beschreib einmal, was du brauchst, und wer sich auskennt und Zeit hat, meldet sich mit einem Angebot. Kostenlos, ohne Provision.

„Firmen-Weihnachtsfeier am Dienstag, 15. Dezember 2026, ab 18 Uhr in Linz oder Umgebung, gut mit Öffis erreichbar. 35 Personen, Weihnachtsmenü mit vegetarischer Variante, 3 Personen mit Glutenunverträglichkeit. Getränkepauschale bis 23 Uhr, Budget rund 90 € pro Person.“

Kostenlos jemanden finden

Quellen & Stand

Alle Angaben ohne Gewähr: Preise sind unverbindliche Richtwerte, rechtliche Hinweise allgemeine Informationen. Zuletzt geprüft am 16. Oktober 2026. Für deinen Einzelfall frag bei der zuständigen Stelle, einem Anwalt oder Steuerberater nach.

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