Webhosting und Server in Österreich: Arten, Anbieter, worauf achten

Aktualisiert am 27. Oktober 2026 5 Min. Lesezeit
Serverschränke mit Netzwerkgeräten und Kabeln in einem Rechenzentrum
Foto: Brett Sayles / Pexels

Für Website und E-Mail reicht meist ein Webhosting-Paket, das bei österreichischen Hostern laut deren Preisseiten ab rund 4 bis 5 € im Monat inklusive USt kostet. Wer eigene Software betreibt, mietet einen vServer ab etwa 5 bis 14 € im Monat oder lässt sich einen Managed Server betreuen. Achte neben dem Preis auf Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag, Backups, Support und Kündigungsfrist.

Checkliste vor dem Bestellen

  • Serverstandort: Land und Stadt, und gilt das für genau dein Paket?
  • Firmensitz und Vertragspartner laut Impressum
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO verfügbar?
  • Backups: wie oft, wie lange aufbewahrt, was kostet eine Wiederherstellung?
  • Support: Telefon oder nur E-Mail, Zeiten, Sprache, Sitz des Teams
  • Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, Preis nach dem Aktionszeitraum
  • Selbst verwaltet oder Managed: Wer macht Updates und Sicherheit?
Einstiegspreise österreichischer Hoster, Stand Oktober 2026
LeistungPreisEinheit
Webhosting, kleinstes Paketca. 4–5 €pro Monat, inkl. USt
vServer Linux, selbst verwaltet, Einstiegca. 5–14 €pro Monat
Hosted Exchange2,60–24 €pro Postfach und Monat
Backup-Wiederherstellung durch den Support (Beispiel Domaintechnik)39,90 €pro Wiederherstellung, inkl. USt
Werte so, wie wir sie im Oktober 2026 auf den Preisseiten gesehen haben, keine Empfehlung und ohne Gewähr. Webhosting: easyname Small 4,40 €, Domaintechnik Basic 4,99 €, World4You Go 4 € (dort als aktueller Aktionspreis ausgewiesen), jeweils inkl. 20 % USt. vServer: EDIS in Graz ab 4,99 € netto, easyname ab 6,90 € und World4You ab 14 € inkl. USt (Normalpreise). Hosted Exchange: Managed-Office 2,60 bis 9,90 € netto (Basic nur IMAP und Webmail), Just 12 bis 24 € inkl. USt plus Microsoft-Lizenz. Aktionen, Laufzeiten und Preise ändern sich oft, prüf die aktuelle Seite des Anbieters.

Welche Art von Hosting brauchst du?

Shared Webhosting heißt: Deine Website liegt mit anderen auf einem Server, den der Hoster wartet. Du bekommst Speicherplatz, Datenbanken, E-Mail-Postfächer und meist ein SSL-Zertifikat. Für Firmenwebsite, WordPress und ein paar Postfächer reicht das fast immer.

Ein vServer (VPS, Cloud Server) ist ein virtueller Server mit eigenem Betriebssystem, auf den du als Administrator zugreifst. Du kannst installieren, was du willst, musst dich aber selbst um Updates, Firewall und Backups kümmern. World4You beschreibt seine vServer etwa ausdrücklich als „Self-Managed“, bedient wird vor allem über die Kommandozeile.

Beim Managed Server übernimmt der Anbieter Überwachung, Sicherheitsupdates und Backups. easyname nennt dafür 24/7-Monitoring, automatische Backups und Support wahlweise 8/5 oder 24/7, einen Preis nennt die Seite nicht, du fragst direkt an. Das passt, wenn auf dem Server etwas Wichtiges läuft und du keinen eigenen Admin hast.

Hosted Exchange ist ein Microsoft-Exchange-Postfach beim Hoster statt bei Microsoft selbst: E-Mail, Kalender und Kontakte, synchron auf Outlook und Handy. Wer Microsoft 365 ganz ersetzen will, findet Alternativen im Ratgeber zu europäischen E-Mail-Anbietern.

Hoster mit Sitz und Servern in Österreich

Die folgende Übersicht ist alphabetisch und nicht vollständig. Sie zeigt, was die Anbieter auf ihren eigenen Seiten angeben, Stand Oktober 2026.

  • Domaintechnik (Ledl.net GmbH & Co. KG, Straßwalchen bei Salzburg): Webhosting, WordPress-Hosting, E-Mail, Domains. Server laut Anbieter in einem Digital-Realty-Rechenzentrum in Wien. Webhosting ab 4,99 € im Monat inkl. USt, 12 Monate Laufzeit, Kündigung 40 Tage vor Verlängerung, tägliche Backups mit mindestens 7 Tagen Aufbewahrung.
  • easyname (easyname GmbH, Wien): Webhosting, E-Mail, Linux- und Windows-vServer, Managed Server nach Anfrage. Serverstandort laut Anbieter Wien, Rechenzentrum nach ISO/IEC 27001 zertifiziert. Webhosting ab 4,40 €, Linux-vServer ab 6,90 € im Monat inkl. USt. Backups alle 2 Stunden, 7 Tage abrufbar, Kündigungsfrist 30 Tage, Support-Team in Wien.
  • Exoscale (Teil von A1 Digital): Cloud-Server, Speicher und Kubernetes mit zwei Zonen in Wien. Eher für Firmen mit eigener IT oder IT-Dienstleister.
  • Just (Franz Just & Söhne KG, Wien, Filialen in Graz und Innsbruck): Hosted Exchange mit zwei Rechenzentren in Wien, Postfach 12 bis 24 € im Monat inkl. USt bei 12 Monaten Mindestlaufzeit, dazu eine Microsoft-Lizenzgebühr von 29,86 € netto pro Postfach und Jahr. Backup mit 45 Tagen Aufbewahrung.
  • Managed-Office (Managed-Office IT Services GmbH, Wiener Neudorf): Hosted Exchange mit Rechenzentren in Österreich, 2,60 bis 9,90 € netto pro Postfach und Monat (das Basic-Postfach nur mit IMAP und Webmail), monatlich kündbar, tägliche Backups.
  • World4You (Linz und Wien, seit 2018 Tochter der deutschen United Internet AG): Webhosting, E-Mail, Linux- und Windows-vServer. Auf den Produktseiten steht derzeit „Serverstandort Europa“ ohne Land, laut Firmengeschichte bezog World4You 2005 ein eigenes Rechenzentrum in Linz. Kleinstes Webhosting-Paket Go derzeit 4 € im Monat als Aktionspreis. Webhosting-Paket Grow im ersten Jahr um 1 € (Aktion bis 8. 11. 2026), danach 7 € im Monat inkl. USt, 12 Monate Laufzeit, Kündigung bis 1 Monat vor Verlängerung. vServer ab 14 € im Monat nach der Aktion, Laufzeit 2 Monate.

Hosting in Graz und der Steiermark

Wer gezielt einen Server in Graz will: EDIS bietet laut eigener Seite vServer im T-Systems-Rechenzentrum in der Alten Poststraße in Graz an, ab 4,99 € netto im Monat. Das Unternehmen (EDGBL Ltd.) bezeichnet sich dort als Firma mit Sitz in Zypern, die Adresse liegt in Limassol. Citycom aus Graz nennt zwei eigene Rechenzentren in Graz und einen Backup-Standort in Gleisdorf, mit Housing (Stellfläche für eigene Server) und virtuellen Servern, Preise auf Anfrage.

Für die meisten kleinen Firmen ist die Stadt des Rechenzentrums aber zweitrangig. Wichtiger sind Support, den du erreichst, ein sauberer AVV und funktionierende Backups. Viele IT-Dienstleister in der Region betreuen Kunden bei Hostern in Wien.

Serverstandort, DSGVO und AVV

Liegen auf dem Server personenbezogene Daten, etwa Kundenanfragen aus dem Kontaktformular oder E-Mails, ist der Hoster in der Regel dein Auftragsverarbeiter. Laut WKO brauchst du dann eine schriftliche Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung, große Anbieter binden sie meist direkt in die Nutzungsbedingungen ein. Leg sie zu deinen Datenschutzunterlagen.

Die DSGVO schreibt keinen Serverstandort in Österreich vor. Er ist aber praktisch: kurze Wege, Vertragspartner in Österreich, Support auf Deutsch. Prüf beim konkreten Paket, wo es läuft. Nicht jedes Produkt eines Hosters liegt im selben Rechenzentrum, und manche Anbieter nennen nur „Europa“. Mehr zu CLOUD Act und großen EU-Anbietern steht im Ratgeber zu europäischem Cloud-Hosting.

Backups, Support und Kündigung

Ein Backup beim Hoster ist gut, ersetzt aber keine eigene Kopie. Frag, wie oft gesichert wird, wie lange die Sicherungen aufgehoben werden und was eine Wiederherstellung kostet. Domaintechnik verrechnet etwa 39,90 € pro Wiederherstellung durch den Support, nur die größeren Pakete haben einen Backup-Manager zum Selbermachen. Beim vServer bist du meist selbst für Backups verantwortlich.

Kündigungsfristen unterscheiden sich deutlich: von monatlich kündbar bis 12 Monate Laufzeit mit 40 Tagen Frist. Trag dir den Verlängerungstermin in den Kalender, sonst läuft der Vertrag ein weiteres Jahr. Wenn du den Umzug von Website und Postfächern nicht selbst machen willst, beschreib dein Projekt einmal und hol dir Angebote von IT-Dienstleistern.

Häufige Fragen

›Welche Webhoster haben Server in Österreich?

Laut eigenen Angaben zum Beispiel easyname und Domaintechnik mit Servern in Wien, für Cloud-Server Exoscale mit zwei Zonen in Wien und für Hosted Exchange Just und Managed-Office. World4You nennt auf den Produktseiten derzeit nur „Serverstandort Europa“.

›Was kostet ein Server in Österreich?

Ein selbst verwalteter Linux-vServer kostet bei österreichischen Hostern laut Preisseiten ab rund 5 bis 14 € im Monat, je nach Anbieter netto oder inklusive USt. Managed Server mit Betreuung werden meist individuell angeboten.

›Was ist der Unterschied zwischen vServer und Managed Server?

Beim vServer bist du Administrator und kümmerst dich selbst um Updates, Sicherheit und Backups. Beim Managed Server macht das der Anbieter, dafür kostet er deutlich mehr.

›Brauche ich einen AVV mit dem Hoster?

In der Regel ja, sobald auf dem Server personenbezogene Daten liegen. Laut WKO ist dafür eine schriftliche Vereinbarung nötig, die große Anbieter meist in ihre Bedingungen einbauen.

›Was kostet Hosted Exchange in Österreich?

Bei den Anbietern, die wir angesehen haben, 2,60 bis 9,90 € netto (Managed-Office) bzw. 12 bis 24 € inklusive USt plus jährlicher Lizenzgebühr (Just) pro Postfach und Monat, Stand Oktober 2026.

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Kennst gerade niemanden, der das kann? Kein Problem: Beschreib einmal, was du brauchst, und wer sich auskennt und Zeit hat, meldet sich mit einem Angebot. Kostenlos, ohne Provision.

„Installateurbetrieb in Leibnitz, 12 Mitarbeitende: Unsere WordPress-Website und 10 E-Mail-Postfächer sollen zu einem Hoster mit Serverstandort Österreich umziehen, Postfächer gerne als Hosted Exchange. Gesucht: IT-Dienstleister, der den Umzug macht, AVV und Backups regelt und uns danach betreut. Bitte Pauschale für den Umzug und monatliche Kosten.“

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Quellen & Stand

Alle Angaben ohne Gewähr: Preise sind unverbindliche Richtwerte, rechtliche Hinweise allgemeine Informationen. Zuletzt geprüft am 27. Oktober 2026. Für deinen Einzelfall frag bei der zuständigen Stelle, einem Anwalt oder Steuerberater nach.

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