Heizkosten sparen im Winter 2026/27: Was wirklich etwas bringt

Am meisten bringt die Raumtemperatur: Ein Grad weniger senkt den Energieverbrauch laut Land Tirol um bis zu 6 %. Dazu kommen kleine Handgriffe wie Heizkörper entlüften, Stoßlüften statt Kippen, Dichtungen prüfen und Thermostate richtig nutzen. Laut Energie Tirol lässt sich mit solchen Maßnahmen zusammen bis zu 20 % Energie sparen, ganz ohne neue Heizung.
Schnell-Check vor der Heizsaison
- Heizkörper entlüften, Anlagendruck am Manometer prüfen
- Möbel und lange Vorhänge vor den Heizkörpern wegräumen
- Thermostate auf Wunschtemperatur einstellen, Stufe 3 entspricht etwa 20 °C
- Dichtungen an Fenstern, Haustür, Kellertür und Dachbodenluke ansehen
- Termin für die Heizungswartung vereinbaren
- Hygrometer aufstellen, Luftfeuchte 30 bis 55 % anpeilen
Welche Raumtemperatur ist ideal?
Die Raumtemperatur ist der größte Hebel, den du sofort selbst in der Hand hast. Laut Land Tirol reduziert ein Grad Celsius weniger den Energieverbrauch um bis zu 6 %. Das ist ein Richtwert: Wie viel es bei dir ausmacht, hängt von Haus, Heizung und Außentemperatur ab.
Energie Tirol nennt als Orientierung:
- Wohnzimmer: 21 bis 23 °C (wer es etwas kühler aushält, spart)
- Schlafzimmer: 18 bis 20 °C
- Kinderzimmer: etwa 20 °C
- Ungenutzte Keller und Garagen: nicht heizen, Thermostat auf Frostschutz
Thermostat und Heizung richtig einstellen
Thermostatventile halten die Temperatur im Raum und drosseln den Heizkörper, wenn Sonne oder Kochen zusätzlich wärmen. Laut Energie Tirol liegt Stufe 3 bzw. die Mittelstellung bei etwa 20 °C.
Programmierbare Heizkörperthermostate lohnen sich vor allem im Bad oder in Räumen, die du nur zu bestimmten Zeiten nutzt. Bei Heizkörpern unter breiten Fensterbrettern oder hinter Verkleidungen misst ein normaler Thermostatkopf laut Energie Tirol oft falsch, dort helfen Ventile mit Fernfühler.
Nachtabsenkung: In schlecht gedämmten Häusern, die schnell abkühlen, kann die Temperatur laut Energie Tirol nachts um bis zu 4 Grad gesenkt werden. Bei Heizkörpern reicht es, etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen abzusenken, bei Fußbodenheizung bis zu drei Stunden vorher. Kühlt das Haus kaum aus, bringt die Absenkung wenig, weil das Aufheizen die Ersparnis wieder auffrisst.
Heizkörper entlüften und frei halten
Gluckert der Heizkörper oder bleibt er oben kalt, ist meist Luft drin. Das kostet Leistung. Entlüften geht in wenigen Minuten:
- 1
Werkzeug holen
Entlüftungsschlüssel, ein Glas oder Becher und ein Tuch.
- 2
Ventil öffnen
Den Schlüssel auf das kleine Ventil am Heizkörper setzen und langsam leicht aufdrehen. Luft zischt heraus, das Glas darunter halten.
- 3
Schließen, wenn Wasser kommt
Sobald nur noch Wasser ohne Luft austritt, Ventil zudrehen. Bei Fußbodenheizung sitzt das Ventil am Verteiler.
- 4
Druck prüfen
Am Manometer der Heizanlage den Druck kontrollieren. Welcher Wert im kalten Zustand passt, gibt laut Energie Tirol der Installateur vor. Ist er zu niedrig, Wasser nachfüllen oder nachfüllen lassen.
Richtig lüften: Stoßlüften statt Kippen
Gekippte Fenster kühlen die Wände aus, ohne viel frische Luft zu bringen. Laut Energie Tirol braucht eine massive Außenwand, die durch ein Kippfenster um 8 Grad abgekühlt wurde, rund eine Stunde, bis sie wieder warm ist.
Besser: mehrmals täglich die Fenster weit öffnen, am besten quer durch die Wohnung. Je kälter es draußen ist, desto kürzer. Im Winter reichen laut Energie Tirol etwa 5 Minuten. Dreh die Thermostate beim Lüften zu und danach wieder auf die alte Stellung.
Achte auf die Luftfeuchtigkeit. Am wohlsten fühlen sich die meisten laut Energie Tirol bei 30 bis 55 %. Trockene Luft wirkt kälter, zu feuchte Luft fördert Schimmel.
Dichtungen, Rollläden, Rohre: kleine Wärmelecks
Zugluft an alten Fenstern und Türen kostet Wärme und Komfort. Laut Energie Tirol solltest du besonders Kellertür, Haustür (vor allem unten), Terrassen- und Balkontür, Dachbodenluke und die Rückschlagklappe der Dunstabzugshaube prüfen. Einfache Schaumstoffstreifen bringen laut Energie Tirol oft nicht viel, für dauerhafte Dichtungen gibt es Fachbetriebe.
Nachts Rollläden und Fensterläden schließen, das wirkt vor allem bei schlechten Fenstern als zusätzlicher Wärmeschutz. Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserrohre im Keller verlieren viel Wärme: Laut Energie Tirol geht bei 35 m ungedämmten Heizungsrohren so viel verloren, wie etwa zwei Kinderzimmer zum Heizen brauchen. Dämmschalen für Rohre bekommst du im Baumarkt und kannst sie meist selbst anbringen.
Hydraulischer Abgleich und Wartung: was der Profi macht
Wird ein Zimmer nie richtig warm, während der Heizkörper neben der Pumpe glüht, fehlt oft der hydraulische Abgleich. Dabei wird jeder Heizkörper auf die richtige Wassermenge eingestellt. Ohne Abgleich wird laut Energie Tirol meist die Vorlauftemperatur hochgedreht, damit auch der letzte Raum warm wird, und das kostet Energie. Den Abgleich muss laut Energie Tirol eine Fachkraft machen.
Lass die Heizung regelmäßig warten. Land Tirol empfiehlt mindestens alle 24 Monate, Energie Tirol für Brenner und Kessel ein jährliches Service. Ein Grund: Schon eine 1 mm dicke Rußschicht an den Kesselwänden erhöht laut Energie Tirol den Brennstoffbedarf um 5 bis 6 %. Bei der Wartung kann auch die Heizungspumpe auf eine niedrigere Stufe gestellt werden.
Wenn du dafür niemanden kennst: Beschreib einmal, was du brauchst (Wartung, Abgleich, Heizkurve), und hol dir mehrere Angebote von Installateuren aus deiner Nähe.
Häufige Fragen
›Wie viel spart ein Grad weniger Heizung?
Laut Land Tirol bis zu 6 % des Energieverbrauchs pro Grad Celsius. Wie viel es bei dir in Euro ausmacht, hängt von Haus, Heizung und Wetter ab.
›Welche Temperatur ist im Schlafzimmer ideal?
Energie Tirol nennt 18 bis 20 °C als Richtwert. Zu kalt sollte es nicht werden, sonst kann sich an kalten Außenwänden Feuchtigkeit niederschlagen.
›Soll ich die Heizung nachts ausschalten?
Absenken ja, ganz abschalten eher nicht. Laut Energie Tirol lohnt sich eine Absenkung um bis zu 4 Grad vor allem in Häusern, die schnell auskühlen. In gut gedämmten Häusern bringt sie wenig.
›Wie lange soll ich im Winter lüften?
Mehrmals täglich mit weit offenem Fenster, im Winter laut Energie Tirol etwa 5 Minuten. Kippfenster kühlen die Wände aus und sind zum Lüften ungeeignet.
›Was bringt ein hydraulischer Abgleich?
Jeder Heizkörper bekommt die passende Wassermenge, die Räume werden gleichmäßiger warm und die Vorlauftemperatur kann sinken. Das spart laut Energie Tirol Heizenergie. Gemacht wird er von einer Fachkraft.
Heizung warten oder einstellen lassen
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Kostenlos jemanden findenQuellen & Stand
Alle Angaben ohne Gewähr: Preise sind unverbindliche Richtwerte, rechtliche Hinweise allgemeine Informationen. Zuletzt geprüft am 22. Oktober 2026. Für deinen Einzelfall frag bei der zuständigen Stelle, einem Anwalt oder Steuerberater nach.


