Hundesitter, Gassi-Service und Hundebetreuung: Preise pro Tag und Stunde

Aktualisiert am 22. Oktober 2026 7 Min. Lesezeit
Mann führt fünf Hunde an der Leine durch einen Park
Foto: Berna / Pexels

Ein Hundesitter kostet pro Stunde laut sitters.at im Schnitt rund 13 €, pro Tag rund 36 €. Private Hundesitter verlangten in Österreich laut sitters.at 2025 im Schnitt rund 12 bis 14 € pro Stunde, günstige ab rund 9 €. Eine Gassi-Runde über Vermittlungsplattformen kostet in Wien meist rund 10 bis 15 €, teils bis 25 €. Eine Tierpension mit Übernachtung liegt laut Preislisten bei rund 55 bis 70 € pro Tag, ein Katzensitter für den täglichen Hausbesuch in Wien bei rund 10 bis 20 €. Wichtig sind vorher ein Kennenlerntermin und die Frage, wer zahlt, wenn der Hund etwas anstellt.

Richtwerte Tierbetreuung in Österreich
LeistungPreisEinheit
Hundesitter privat, je nach Stadt9–14 €pro Stunde
Gassi-Runde über Plattform, Wien9–25 €pro Runde, meist 10–15 €
Ganztagsbetreuung durch Sitter30–43 €pro Tag
Tagesbetreuung in der Hundepension45–60 €pro Tag
Hundepension mit Übernachtung55–70 €pro Tag
Katzensitter, Hausbesuch, Wien10–20 €pro Tag
Richtwerte ohne Gewähr, Stand Oktober 2026. Quellen: sitters.at, Auswertung von 1.000 Profilen (Preise 2025, veröffentlicht März 2026); pawshake.at, Angebote in Wien (Oktober 2026); Preislisten der Hundepensionen Gassi, gemma! (Klosterneuburg) und Best Friend (bei Kitzbühel, inkl. USt, ohne Futter). Pawshake-Werte sind Ab-Preise der Profile. Wochenend- und Feiertagseinsätze, Abholung und zweiter Hund kosten oft extra.

Welche Betreuung passt

Gassi-Service: Jemand holt den Hund zu Hause ab, geht 30 bis 60 Minuten mit ihm und bringt ihn zurück. Das passt, wenn du lange arbeitest und der Hund sonst acht Stunden allein wäre.

Hundesitter: Betreuung stundenweise oder ganztags, bei dir zu Hause oder unterwegs. Für Urlaub kommt der Sitter mehrmals täglich oder bleibt über Nacht in deiner Wohnung.

Tierpension: Der Hund wohnt für die Zeit bei einem Betrieb mit behördlich genehmigten Räumen. Gut für längere Urlaube und Hunde, die andere Hunde mögen. Frag vorab, welche Impfungen die Pension verlangt.

Katzensitter: Katzen bleiben lieber zu Hause. Ein Hausbesuch am Tag mit Füttern, Klo putzen und etwas Spielen reicht für die meisten, bei Kitten oder kranken Tieren besser zweimal.

Wovon der Preis abhängt

Laut Auswertung von sitters.at lag der durchschnittliche Stundensatz für Hundesitting in Österreich 2025 bei 12,80 €, die günstigsten 20 % verlangten im Schnitt 8,90 €. Die Städte liegen nah beieinander, von 11,90 € in Bregenz bis 13,60 € in Salzburg. Ganztagsbetreuung kostete im Schnitt rund 36 €, je nach Stadt etwa 31 bis 43 €.

Teurer wird es bei mehreren Hunden, großen oder schwierigen Hunden, Einsätzen am Wochenende und an Feiertagen und bei Abholung mit dem Auto. Gewerbliche Anbieter mit Rechnung, Versicherung und Vertretung im Krankheitsfall kosten meist mehr als Studierende aus der Nachbarschaft, bieten dafür aber oft mehr Verlässlichkeit.

Hundesitter pro Tag, pro Stunde und über Nacht

Pro Stunde lag der Schnitt laut sitters.at (Auswertung von 1.000 Profilen, 2025) bei 12,80 €. Ein ganzer Tag Betreuung kostete im Schnitt 36,28 €. Zuschläge gibt es laut sitters.at für Ferienzeiten, Feiertage, Silvester und zusätzliche Tiere, Fotos oder Updates kosten im Schnitt etwa 0,26 € pro Stunde extra.

Hundebetreuung über Nacht gibt es in zwei Formen: Der Hund übernachtet beim Sitter, oder der Sitter übernachtet bei dir. Für den Hund beim Sitter nennt pawshake.at in Graz Ab-Preise von 20 bis 60 € pro Nacht, inklusive täglicher Foto-Updates (Oktober 2026, je nach Profil). Für Übernachtung des Sitters bei dir zu Hause haben wir keine belastbaren Preise gefunden, das wird meist individuell vereinbart.

Hundebetreuung in Graz und Wien: Preise im Vergleich

Laut sitters.at lag der Stundensatz 2025 in Graz bei durchschnittlich 13,20 €, ganztags bei 37,60 €. In Wien waren es 13,00 € pro Stunde und 37,30 € ganztags. Die Unterschiede zwischen den Städten sind klein.

Gassi-Service in Graz: Preise dafür nennt pawshake.at auf der Graz-Seite nicht, hier lohnt das Anfragen bei mehreren Anbietern. Gewerbliche Tiersitter in Graz findest du im Firmen-A-Z der WKO.

Haftung und Hundehaftpflicht

Beißt der Hund jemanden oder läuft er vor ein Rad, haftet laut § 1320 ABGB grundsätzlich, wer ihn dazu angetrieben, gereizt oder zu verwahren vernachlässigt hat. Der Halter haftet, wenn er nicht beweist, dass er für die nötige Verwahrung oder Beaufsichtigung gesorgt hat. Auch ein Sitter, der den Hund unbeaufsichtigt laufen lässt, kann also zahlen müssen; im Einzelfall entscheidet das Gericht.

In Wien muss für gehaltene Hunde laut § 5 Abs. 11 Wiener Tierhaltegesetz eine Haftpflichtversicherung mit mindestens 725.000 € Deckung bestehen. Auch andere Bundesländer schreiben laut Versicherungsüberblicken eine Hundehaftpflicht vor, teils nur für Listenhunde. Was bei dir gilt, steht im Hundehaltegesetz bzw. Sicherheitsgesetz deines Landes.

Frag zwei Dinge, bevor du den Hund übergibst: Deckt deine Hundehaftpflicht Schäden, während ein anderer den Hund betreut? Und hat der Sitter eine eigene Berufs- oder Betriebshaftpflicht? Lass es dir schriftlich zeigen.

Gewerbe: was erlaubt ist

Wer selbständig, regelmäßig und gegen Bezahlung Tiere betreut, braucht in Österreich in der Regel eine Gewerbeberechtigung. Tierbetreuung ist laut WKO ein freies Gewerbe ohne Befähigungsnachweis (Wortlaut: Ausbildung, Betreuung, Pflege, Abwiegen, Messung und Vermietung von Tieren ...). Laut WKO-Berufsbild vom März 2026 betreuen Tiersitter Tiere in den Räumen des Auftraggebers oder bei Spaziergängen.

Den Hund zu sich nach Hause mitnehmen darf ein gewerblicher Tiersitter laut WKO-Berufsbild nur, wenn er auch eine Tierpension mit behördlich genehmigten Räumen betreibt. Eine Tierpension braucht laut § 29 Tierschutzgesetz eine Bewilligung der Behörde nach § 23 und muss unter anderem tierärztliche Betreuung und eine fachlich ausgebildete Person sicherstellen.

Für dich als Kunde heißt das: Frag nach Gewerbeschein und, bei Pensionen, nach der Bewilligung. Ein Gewerbe ist kein Qualitätssiegel, zeigt aber, dass jemand das ernsthaft betreibt und eine Rechnung ausstellt.

Kennenlernen und Übergabe

Mach vor dem ersten Einsatz ein Kennenlerntreffen aus und frag vorher, ob es etwas kostet. Manche Anbieter verrechnen dafür eine kleine Pauschale.

  1. 1

    Treffen bei dir

    Sitter, Hund und du gemeinsam, am besten mit einem kurzen Probespaziergang. Achte darauf, wie der Hund reagiert und wie der Sitter mit ihm umgeht.

  2. 2

    Steckbrief übergeben

    Futter und Mengen, Medikamente, Unverträglichkeiten mit Hunden oder Katzen, Ängste (Radfahrer, Feuerwerk), Kommandos, Tierarzt mit Telefonnummer, Impfpass.

  3. 3

    Regeln klären

    Leine immer oder Freilauf wo erlaubt, Hundezonen ja oder nein, wie viele Hunde der Sitter gleichzeitig führt.

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    Schlüssel und Notfall

    Wer hat einen Zweitschlüssel, wen ruft der Sitter an, wenn du nicht erreichbar bist, bis zu welchem Betrag darf er beim Tierarzt entscheiden.

  5. 5

    Schriftlich festhalten

    Preis, Zeiten, Storno, Versicherung. Eine kurze Nachricht mit allen Punkten reicht für den Anfang.

So findest du jemanden

Vermittlungsplattformen zeigen Profile mit Bewertungen, Tierärzte und Hundeschulen kennen oft verlässliche Leute. Für Urlaube in der Hauptsaison und rund um Weihnachten früh anfragen.

Wenn du jemanden aus der Nähe suchst, der regelmäßig kommt: beschreib Hund, Zeiten und Wünsche einmal und vergleiche die Angebote, die dir Sitter aus deiner Umgebung schicken.

Häufige Fragen

›Was kostet ein Hundesitter pro Stunde?

Private Hundesitter verlangten in Österreich laut sitters.at 2025 im Schnitt 12,80 € pro Stunde, je nach Stadt etwa 11,90 bis 13,60 €. Gewerbliche Gassi-Dienste mit Rechnung und Versicherung liegen meist darüber.

›Was kostet ein Hundesitter pro Tag?

Laut sitters.at im Schnitt rund 36 € pro Tag, je nach Stadt zwischen etwa 31 und 43 €. In Graz waren es 37,60 €, in Wien 37,30 € (Preise 2025).

›Was kostet Hundebetreuung über Nacht?

Beim Sitter zu Hause nennt pawshake.at in Graz Ab-Preise von 20 bis 60 € pro Nacht. Hundepensionen liegen laut ihren Preislisten bei rund 55 bis 70 € pro Tag mit Übernachtung. Was inklusive ist, unterscheidet sich je nach Anbieter.

›Was kostet Hundebetreuung in Graz?

Laut sitters.at lag der Stundensatz in Graz 2025 im Schnitt bei 13,20 €, ganztags bei 37,60 €. Über Nacht nennt pawshake.at Ab-Preise von 20 bis 60 € pro Nacht.

›Was kostet eine Hundepension pro Tag?

Laut den Preislisten zweier Pensionen für Tagesbetreuung rund 45 bis 60 €, mit Übernachtung etwa 55 bis 70 € pro Tag. Längere Aufenthalte sind teils günstiger, Abholung und Futter kosten manchmal extra.

›Wer haftet, wenn der Hund beim Sitter etwas anstellt?

Laut § 1320 ABGB haftet grundsätzlich, wer die Verwahrung vernachlässigt hat; der Halter haftet, wenn er nicht nachweist, dass er für ausreichende Verwahrung gesorgt hat. Kläre vorher, ob deine Hundehaftpflicht Schäden während der Betreuung deckt und ob der Sitter selbst versichert ist.

›Braucht ein Hundesitter einen Gewerbeschein?

Wer selbständig, regelmäßig und gegen Bezahlung Tiere betreut, in der Regel ja: Tierbetreuung ist laut WKO ein freies Gewerbe. Eine Tierpension braucht zusätzlich eine Bewilligung nach dem Tierschutzgesetz und genehmigte Räume. Im Einzelfall hilft die Wirtschaftskammer.

›Was kostet ein Katzensitter?

Für einen täglichen Hausbesuch in Wien laut Pawshake-Profilen ab rund 10 bis 20 € pro Tag. Stundenweise Katzenbetreuung kostete laut sitters.at 2025 im Schnitt rund 13 € pro Stunde.

Hundesitter oder Gassi-Service in deiner Nähe finden

Kennst gerade niemanden, der das kann? Kein Problem: Beschreib einmal, was du brauchst, und wer sich auskennt und Zeit hat, meldet sich mit einem Angebot. Kostenlos, ohne Provision.

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Quellen & Stand

Alle Angaben ohne Gewähr: Preise sind unverbindliche Richtwerte, rechtliche Hinweise allgemeine Informationen. Zuletzt geprüft am 22. Oktober 2026. Für deinen Einzelfall frag bei der zuständigen Stelle, einem Anwalt oder Steuerberater nach.

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